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Wer macht den Journalismus kaputt?

Immer wieder ist die Rede davon, dass der Journalismus in den Tageszeitungen vor die Hunde geht. Dass Artikel belangloser werden. Dass Zeitungen Abonnent:innen verlieren. Dass Werbepartner:innen abspringen. Dass Kolleg:innen entlassen werden. Das Internet ist schuld! Die Journalist:innen sind selbst schuld! Die nicht mehr werbenden Firmen sind schuld! Aber wer macht denn nun wirklich den Journalismus kaputt?

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So machen Sie rechtspopulistische und rechtsextreme Ideologien wieder salonfähig

Wir leben in einer gefährlichen Zeitenwende – in diesem Moment werden rechte und rechtsextreme Ideologien wieder salonfähig. Und alle, die bis heute behaupten, sie hätten sich 1933 gewehrt, widerlegen sich gerade selbst. Sie wehren sich nicht nur nicht, sie tragen aktiv zum Wiedererstarken der Rechten und Rechtsextremen bei – Medien, Politiker:innen und Bürger:innen.

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Warum man Auschwitz niemals „hinter sich lassen“ darf

Schaue ich in diesen Tagen nach Dresden und lese dann Berichte darüber, dass laut einer Bertelsmann-Studie 81 % der Bevölkerung „die Geschichte der Judenverfolgung ‚hinter sich lassen‘ möchten“, bin ich fassungslos. Denn „hinter sich lassen“ ist viel mehr als nur,das Gefühl einer ungerechten Schuldzuweisung loszuwerden oder die Lasten früherer Generationen abzuwerfen. „Hinter sich lassen“ bedeutet, da ist etwas abgeschlossen, ein für alle Mal; und es ist Zeit, dieses Etwas zu vergessen.

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Nachruf auf Ramona Richter

„Du, setze dich da“, sagte der Mann. „Was du wolle?“
„Können Sie nicht normal Deutsch mit mir sprechen?“, fragte sie.

(aus: „Ramona Richter“ in „Hannover persönlich“)

Diese Szene, mit der mein Porträt von Ramona Richter beginnt, spielte sich vor einigen Jahren in einem Ordnungsamt in Hannover ab. Doch nicht nur dort – immer und überall sah sie sich mit den jämmerlichen Vorurteilen ihrer Mitmenschen konfrontiert. Wen wundert’s, wenn ein Mensch dann misstrauisch wird?

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